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12. November 2020

Internationales Graduiertenkolleg „DROPlet Interactions Technologies“ (DROPIT ) wird für weitere viereinhalb Jahren gefördert

Wie sich Tropfen untereinander und zu ihrer Umgebung verhalten, spielt bei vielen industriellen Anwendungen eine wichtige Rolle: bei Verdunstungsvorgängen, bei der Sprühkühlung von Nahrungsmitteln, bei Verbrennungsprozessen im Motor oder in der Raumfahrt. Die hier ablaufenden Tropfeninteraktionen stehen im Mittelpunkt des Graduiertenkollegs DROPIT, das bereits seit 2016 besteht und nun für weitere viereinhalb Jahre gefördert wird.

Die jüngsten technologischen Fortschritte und die Notwendigkeit, geeignete Entwurfswerkzeuge zu entwickeln, erfordern die Einbeziehung der Grenzflächenkinetik und/oder einer detaillierten Analyse von Oberflächen-Mikrostrukturen. Normalerweise verdecken jedoch die komplexen technischen Prozesse die zugrundeliegenden Detailprozesse. Dadurch lassen sich diese Detailprozesse dann nur sehr schwer extrahieren und modellieren. Das Graduiertenkolleg widmet sich nun genau diesen Detailprozessen.

Untersucht werden verschiedene Arten der Tropfeninteraktion, die Wechselwirkungen zwischen Tropfen und Gas, Tropfen und Wand, sowie Tropfen und Flüssigkeit – drei Gebiete, die auch untereinander stark zusammenhängen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die elf deutschen Teilprojekte im Graduiertenkolleg mit insgesamt mehr als 4 Millionen Euro. Die italienischen Universitäten aus Bergamo und Trento sind aktiv in die Arbeiten mit mehreren Forschern eingebunden. In der ersten Förderperiode hat die intensive Zusammenarbeit der Forschenden in Stuttgart, Bergamo und Trento zu einer Vielzahl hervorragender wissenschaftlicher Ergebnisse geführt, die sich unter anderem in einer eigenen Buchpublikation im Springer Verlag niederschlug.  In der jetzt bewilligten zweiten Förderperiode wird das Forschungsprogramm zudem konsequent auf die Interaktion mehrerer Tropfen und zusätzlicher physikalischer Phänomene erweitert.

Das Ausbildungsprogramm des Graduiertenkollegs umfasst sowohl spezialisierte Seminare, als auch internationale Workshops sowie eine im Dreijahresrhythmus stattfindende Summerschool. Dabei kommt dem Austausch und der Vernetzung der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in dem internationalen Graduiertenkolleg besondere Bedeutung zu.

Weitere Informationen:

Internationales Graduiertenkolleg „Technologien für Tropfen-interaktionen“ (DROPIT), Universitäten Stuttgart, Bergamo und Trento (Italien), https://www.project.uni-stuttgart.de/dropit/ 

Fachlicher Kontakt:

Sprecher: Prof. Bernhard Weigand, Universität Stuttgart, Institut für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt (ITLR), Tel. +49 711 685-63590, E-Mail Bernhard.weigand@itlr.uni-stuttgart.de

Pressemitteilung Universität Stuttgart

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